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Über mich

Warum ich historische Romane schreibe?

Meine Begeisterung für Geschichte begann bereits in meiner Schulzeit. Das ist inzwischen rund 35 Jahre her – und sie hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

Was mich an Geschichte besonders fasziniert, sind nicht nur einzelne Ereignisse, sondern vor allem die Zusammenhänge zwischen ihnen. Geschichte besteht nicht aus voneinander getrennten Jahreszahlen und Namen. Ein Ereignis kann Entwicklungen auslösen, die Jahrzehnte später und weit entfernt von seinem ursprünglichen Schauplatz ihre Folgen zeigen.

Ein Beispiel dafür ist die Eroberung Konstantinopels durch Mehmed II. Sie war nicht einfach nur ein bedeutendes Ereignis des Jahres 1453. Die Veränderungen, die darauf folgten, trugen unter anderem dazu bei, dass Christoph Kolumbus später nach einem westlichen Seeweg nach Asien suchte.
 

Genau diese Verbindungen machen Geschichte für mich so faszinierend.
 

Besonders das Mittelalter hat es mir angetan. Es ist eine Zeit voller Machtkämpfe, Kriege, Umbrüche und großer Veränderungen – aber auch eine Zeit, in der das Leben der meisten Menschen kaum in den großen Geschichtsbüchern auftaucht.

Und genau dort beginnen meine Geschichten.

Warum Geschichte von unten?

Wenn ich einen Roman ausschließlich aus der Sicht eines Königs, Kaisers oder großen Feldherrn schreiben würde, könnte ich genauso gut ein Geschichtsbuch schreiben.

Mich interessiert vielmehr, wie Geschichte für die Menschen ausgesehen hat, die sie selbst erleben mussten.

Ein Ritter, der seinem Herrn in einen Krieg folgt. Ein Soldat, der nicht weiß, ob er am nächsten Morgen noch lebt. Ein Kaufmann, dessen Reise von politischen Ereignissen beeinflusst wird. Menschen, die Entscheidungen mächtiger Männer ausbaden müssen, obwohl sie selbst nie an einem Fürstenhof gesessen haben.

Diese Perspektive ist mir wichtig, weil Geschichte für die Menschen damals genauso unmittelbar war, wie unser eigenes Leben für uns heute. Sie wussten nicht, welche Ereignisse später einmal in Schulbüchern stehen würden. Für sie ging es um ihre Familie, ihre Heimat, ihre Freunde, ihre Arbeit – und manchmal schlicht ums Überleben.

Ich möchte Geschichte aus dieser Perspektive erzählen.

Warum ich zu schreiben begann?

Die Idee, selbst einen historischen Roman zu schreiben, hatte ich schon viele Jahre. Die Geschichte für mein erstes Buch, „Der Lohn des Schwertes“, schlummerte schon lange in meinem Kopf.

Nur den entscheidenden Schritt habe ich immer wieder vor mir hergeschoben.

Vor etwa einem Jahr habe ich mich schließlich dazu durchgerungen, es einfach zu versuchen. Ich begann zu schreiben – und aus dem ersten Versuch wurde mein erstes Buch. Danach folgten weitere Geschichten.

Aus der Idee wurde mein erster Roman. Danach folgten weitere Geschichten – und inzwischen ist aus dem anfänglichen Versuch ein ganzes Bücherprojekt geworden.
 

Was mir bei meinen Romanen wichtig ist.
 

Historische Genauigkeit steht für mich an erster Stelle. Die großen Ereignisse, politischen Entwicklungen und historischen Zusammenhänge sollen sich an den tatsächlichen Gegebenheiten orientieren.

Meine Hauptfiguren dagegen sind frei erfunden. Sie geben mir die Möglichkeit, den Leser mitten in die Ereignisse hineinzuführen und Geschichte aus der Perspektive der Menschen zu erzählen, die sie erleben.
 

Dabei möchte ich weder ein Geschichtsbuch schreiben noch die Vergangenheit romantisieren.

Krieg ist kein Heldenspektakel. Eine Schlacht war eine Schlacht, weil Menschen andere Menschen geschlachtet haben. Hinter großen Siegen stehen Verletzte, Tote, Angst und Verlust. Das gehört zur Geschichte dazu und sollte auch in einem historischen Roman nicht ausgeblendet werden.
 

Trotzdem sollen meine Bücher vor allem eines sein: spannende Geschichten.
 

Mein Wunsch ist, dass ein Leser nach einem Roman sagen kann:

 

„Jetzt kenne ich diesen Teil der Geschichte besser.“

Und vielleicht schaut er anschließend selbst noch einmal nach, was damals tatsächlich passiert ist.

Und wer steckt nun hinter den Büchern?
 

Wenn ich gerade nicht schreibe, verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Familie oder bin mit dem Fahrrad unterwegs.
 

Ich bin verheiratet und habe eine Tochter. Deshalb meine verehrten edlen Damen und tugendhaften Mägde muss ich leider noch eine enttäuschende Mitteilung machen:

Dieses Ritterherz wurde bereits gestohlen.

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

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