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1683 - Feuer über Wien

Am Anfang sind es nur Gerüchte.

Irgendwo weit im Osten soll sich ein gewaltiges Heer in Bewegung gesetzt haben. Geschichten über osmanische Reiter machen die Runde, doch niemand weiß genau, was davon wahr ist. Dann erreichen die ersten Flüchtlinge die österreichischen Städte und Dörfer. Sie erzählen von brennenden Häusern, zerstörten Ortschaften und einer Armee, die immer weiter nach Westen zieht.

Während die Nachricht von der herannahenden Gefahr langsam Gewissheit wird, verändert sich auch das Leben in Wien. Menschen suchen Schutz hinter den Mauern der Stadt, Vorräte werden gesammelt und die Befestigungen verstärkt. Immer deutlicher wird, dass etwas Gewaltiges bevorsteht.

Schließlich erscheint die osmanische Armee vor Wien.

Unter ihrem Großwesir Kara Mustafa beginnt eine Belagerung, die die Stadt an den Rand des Untergangs bringen wird. Für Martin, einen jungen Soldaten in der Wiener Besatzung, beginnt damit ein Kampf, der mit den Vorstellungen von Ruhm und Heldentum wenig gemein hat. Hunger, Krankheit, Erschöpfung und Todesangst bestimmen den Alltag. Unter den Mauern wird gekämpft, während osmanische Mineure versuchen, die Befestigungen zu sprengen und die Verteidiger in den unterirdischen Gängen um jeden Meter ringen.

Martin erlebt die Belagerung nicht aus der Ferne, sondern mitten im Geschehen. Er sieht, wie die Stadt immer stärker zerstört wird, wie Kameraden fallen und Verwundete das Bild der Straßen bestimmen. Mit jedem Tag wird die Lage verzweifelter. Die Vorräte gehen zur Neige, die Mauern werden brüchiger und die Hoffnung auf Entsatz schwindet.

Doch zwischen Angst und Verzweiflung findet Martin auch etwas, das ihm Kraft gibt. Zwischen den einstürzenden Mauern und den Kämpfen unter der Erde entdeckt er eine Hoffnung, die stärker ist als die Furcht vor dem Tod.

Der Roman erzählt die Belagerung Wiens aus der Perspektive eines einfachen Soldaten – und beginnt lange bevor die feindliche Armee vor den Toren steht. Von den ersten Gerüchten über die herannahende Gefahr über die Ankunft der Flüchtlinge bis zum gewaltigen osmanischen Heer begleitet die Geschichte die Menschen, die erkennen müssen, dass der Krieg nicht mehr fern ist, sondern unaufhaltsam auf sie zukommt.

Dabei wird die Belagerung nicht als glorreiche Heldengeschichte verklärt. Der Krieg bedeutet für die Menschen in Wien Hunger, Krankheit, Verletzungen, Zerstörung und Tod. Hinter den späteren Bildern von Heldenmut und Ruhm stehen Männer, die Angst haben, Verwundete, die um ihr Leben kämpfen, und eine Bevölkerung, die nicht weiß, ob sie den nächsten Tag noch erleben wird.

Vor dem Hintergrund der Belagerung Wiens im Jahr 1683 erzählt dieser historische Roman von einer Stadt, die langsam begreift, welche Gefahr auf sie zukommt – und von einem jungen Soldaten, der die vielleicht dunkelsten Wochen seines Lebens erlebt.

Eine Geschichte über Krieg und Überleben, über Angst und Hoffnung und über Menschen, die in einer der dramatischsten Belagerungen der europäischen Geschichte um ihr Leben kämpfen.

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